Evangelisches Paul-Distelbarth-Gymnasium

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Besuch im KZ Dachau

KZ–Besuch Dachau

Am 22. März 2017 besuchten wir, die Klassenstufe 9 des PDGs, die KZ–Gedenkstätte in Dachau. Nachdem wir etwa drei Stunden mit dem Bus gefahren sind kamen wir in Dachau an.

Als wir die Gedemkstätte nach einem kleinen Fußmarsch schließlich erreichten, erblickten hinter einem großen, vergitterten Tor mit der Aufschrift ,,Arbeit macht frei“ einen sehr großen Platz von der Sonne beschienen. Wie uns später erzählt wurde, wurden dort die Häftlinge gezählt oder mussten als Strafe stundenlang stehen. Was ich ziemlich schlimm fand, denn im Winter erfroren viele aufgrund der Kälte und im Sommer war es sicher auch eine große Qual, wegen der Hitze. Für die Führung wurden wir in drei Gruppen eingeteilt (eben jede Klasse war eine Gruppe) und anschließend überall hingeführt. Es wurde uns beispielsweise erzählt, wann die Häftlinge Strafen bekamen, was praktisch immer hätte sein können, denn die Regeln waren so streng, dass kaum einer jede davon einhalten konnte, und wie diese Strafen aussahen. Außerdem wurde uns erklärt, dass es für die außenlebenden Bürger ganz anders aussah, als es wirklich war, denn sie dachten, das KZ sei eine gute Sache. Aus diesem Grund wurden die Häftlinge auch dazu gezwungen, so zu tun, als seien sie fröhlich, wenn sie in Kontakt mit anderen Menschen kamen. Wir schauten uns auch eine Baracke an. Pro Baracke gab es immer 200 Häftlinge und insgesamt gab es 14 Baracken, auf jeder Seite 7. Allerdings wurden sie alle abgerissen und nur zwei zur Besichtigung wieder nachgebaut. Es bedrückte einen schon sehr, sich dort aufzuhalten und zu erfahren unter welchen unmenschlichen Umständen die Juden lebten. Gegen Ende hin waren es übrigens fast 3000 Häftlinge in einer Baracke. Sie schliefen übereinander und untereinander auf dem Boden und wurden von Krankheiten geplagt, weshalb sehr viele von ihnen starben. Alles gerat außer Kontrolle und nichts hatte mehr seine Ordnung. Die Leichen lagen überall herum, da es keine Kohle mehr zum Verbrennen gab. Bei solchen Informationen läuft es einem schon kalt den Rücken herunter und noch dazu wusste man, dass dies alles an genau dem Ort passierte, wo man in diesem Augenblick stand. Als nächstes liefen wir ans andere Ende des KZs, dorthin, wo sich das Krematorium befand. Im Gegensatz zu den Baracken, war dies allerdings erhalten geblieben. Als erstes gab es einen Raum, wo sich die Häftlinge ausziehen mussten. Im nächsten Raum wurden ihnen dann die Haare abgeschnitten und dann folgte die Gaskammer mit der Aufschrift ,,Brausebad“. Sie war aus Stein, hatte schwere Eisentüren und war nicht sehr groß. Von außen sah man die Klappen, in die die Steinchen hineingeworfen wurden, die sich anschließend in tödliches Gas verwandelten. Dort fühlte man sich wirklich nicht wohl und alle wollten schnell wieder hinaus. Als nächstes kamen wir zu den Öfen. Vor denen hatte ich auch ziemlich Angst und ich versuchte mir vorzustellen, wie viele Menschen dort verbrannt wurden, aber das war nicht einfach. Danach gab es noch einen Raum und dann kamen wir endlich wieder nach draußen. Wir hatten nun Freizeit, bis wir noch alle einen Film anschauten. Es gab einen Friedhof, zwei Kirchen (evangelisch und katholisch) und eine große Ausstellung, die man sich ansehen konnte. Man stellt es sich langweilig vor, aber es war total interessant, natürlich auch erschreckend. Auch der Film war sehr spannend, wozu unter anderem echte Videoaufnahmen und Bilder von der damaligen Zeit beitrugen. Und nach dem Film war unsere Zeit im KZ auch schon wieder vorbei, aber das reichte auch, denn das was wir erfahren, gesehen und erlebt hatten, mussten wir erst einmal verarbeiten. Aber ich denke, jeder von uns ist der Meinung, dass es gut war, dorthin zu gehen, denn alles, was damals passiert ist, ist sehr schlimm, sollte aber dennoch nicht in Vergessenheit geraten.